Wenn im Berliner Theater der Muezzin ruft
Der Schweizer Theaterregisseur Stefan Kaegi arbeitet nicht mit Schauspielern und inszeniert auch kein Drama, sondern lässt Menschen auf der Bühne aus ihrem Leben erzählen. In seinem Stück "Radio Muezzin" kommen vier Gebetsrufer aus Kairo zu Wort.Hussein Goda ist seit seiner Kindheit blind und Muezzin von Beruf. Fünfmal am Tag ruft der Familienvater sein "Allahu akbar" über die Dächer Kairos. Doch an diesem Abend sitzt der bullig wirkende Mann mit der markanten schwarzen Brille auf einem Plastikstuhl auf einer Bühne in Berlin. Hussein Goda und drei weitere Muezzine sind die Protagonisten des Theaterstücks "Radio Muezzin", das am 3. März in Berlin Premiere hatte und diesen Sommer auf verschiedenen europäischen Theaterfestivals gezeigt wird.
Labels: Deutsch


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