Friday, May 15, 2009

"Diplomatie ist für mich ein Stück weit Kunst"

Martin Aeschbacher, der Schweizer Botschafter in Damaskus, liest arabische Literatur im Original, vernetzt Menschen aus unterschiedlichen Branchen, Ländern und Gesellschaftsschichten und wehrt sich gegen überflüssige Bürokratie.
In Damaskus bewegt sich der gebürtige Berner Martin Aeschbacher (55) wie ein Fisch im Wasser. Am Rap-Konzert von Greis, das auf Aeschbachers Initiative zurückgeht und von der Schweizer Botschaft organisiert wurde, begrüsst er das junge Publikum gut gelaunt in gewandtem Arabisch und überlässt dem Schweizer Musiker die Bühne.
Hier habe er syrischen Dialekt gesprochen, genau so wie im Radio-Interview, das er in einer Jugendsendung vor dem Konzert gegeben habe, erklärt er später im Gespräch mit swissinfo: "Normalerweise spreche ich am Radio oder bei offiziellen Anlässen Hocharabisch, aber im Umfeld eines Rapkonzertes wäre dies nicht angebracht."
Neben der in der ganzen arabischen Welt verbindlichen Hochsprache hat sich Aeschbacher im Lauf der Jahre zahlreiche Dialekte angeeignet. "Zwischen Tunesien und Irak verstehe ich die Leute grosso modo in ihrem jeweiligen Dialekt, aber in Marokko und Algerien wird es schwierig, das ist etwa wie das Wallis für die Germanisten", sagt er augenzwinkernd. Read more @ Swissinfo

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