«Ich denk ja nicht, den erschieße ich jetzt»
Die Bundesregierung will Paintball verbieten, weil das Spiel das Töten simuliere - auf manchem Paintballfeld bangen die Betreiber jetzt um ihre wirtschaftliche Existenz. News.de hat sich bei einigen der Farbkugelschützen umgeschaut.Ein Hup-Signal ertönt, dann bricht in dem ehemaligen Ferienlager in der Nähe vom thüringischen Gera die Hölle los. Zehn Paintballspieler schießen gleichzeitig Salven aus ihren Druckluftwaffen, bis zu 15 Schuss pro Sekunde. Je zwei Teams treten beim Spieltag der Deutschen Paintball Liga gegeneinander an und haben dabei nur ein Ziel: Einmal über das Spielfeld auf die Seite des Gegners zu sprinten und zurück, ohne dabei abgeschossen und mit einer Farbkugel markiert zu werden. Mannshohe, luftgefüllte Kunststoffhindernisse dienen als Deckung. Das Feld ist mit Kunstrasen ausgelegt und mit Netzen umzäunt. Auf dem Boden liegen, wie bei einem riesigen Murmelspiel, Unmengen verschossener, bunter Farbkugeln.
Thomas Barth ist nicht abschussgefährdet. Der 33-Jährige mit langen Haaren und Dreitagebart sitzt mit seinem Team «Excidio» aus Leipzig neben dem Feld. Er wartet darauf, dass die Spielfläche frei wird für das Training seiner Mannschaft aus der dritten Bundesliga. Die Einschätzung von Politikern, Paintball sei sittenwidrig und simuliere das Töten von Menschen, hält er für unsinnig. «Ich denke ja auf dem Spielfeld nicht, den Arsch da drüben erschieße ich jetzt», sagt er. «Es ist ein Sport, bei dem es um Taktik und Teamgeist geht.» Zu Aggressionen oder Rangelein auf dem Feld käme es so gut wie nie, und wenn doch, gäbe es drastische Strafen, wie etwa Sperren bis zum Ende der Saison. Read more @ news.de
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