Minarett-Gegner gewinnen an Boden
Die Gegner der Anti-Minarett-Initiative bleiben leicht in der Mehrheit, der Anteil der Befürworter hat während der Abstimmungskampagne aber zugenommen. Bei der Kriegsmaterial-Verbotsinitiative weist die zweite Umfrage des Instituts gfs.bern auf ein klares Nein hin."Vor einem Monat deutete unsere Umfrage noch auf ein Nein hin. Nun ist der Ausgang der Minarett-Abstimmung ein bisschen offener geworden", fasst gfs.bern-Studienleiter Claude Longchamp zusammen und verweist darauf, dass das Ja-Lager mit 3 Prozentpunkten innert einem Monat "mit Entschiedenheit" zugelegt habe. Das Lager der Gegner ist hingegen stabil geblieben.
Wäre Mitte November über die Anti-Minarett-Initiative abgestimmt worden, hätten 53% der Stimmenden die Initiative abgelehnt. 37% hätten Ja gestimmt. 10% der Stimmwilligen waren noch unentschieden. Deutlich zugenommen hat mit 50% der Grad der Mobilisierung, dass heisst der Anteil der Stimmberechtigten, die sich an der Abstimmung beteiligen wollen, ist überdurchschnittlich hoch.
Die Polarisierung ist klar und mit den Parolen der Parteien weitgehend identisch. Das heisst: Die Zustimmung ist mit 78% bei der Wählerschaft der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) am höchsten. Ebenso deutlich lehnen 79% der Grünen Wählerinnen und Wähler die Initiative ab. Die Basis der Christdemokraten folgt der Parteiparole für ein Nein mit 56%, bei den Sozialdemokraten sind es 76%.
Mit 54% stellt sich die Basis des Freisinns (FDP. Die Liberalen) zwar mehrheitlich gegen die Initiative, aber die Gegner haben seit der ersten gfs.bern-Umfrage an Boden verloren, während die von der offiziellen Parteiparole abweichenden Initiativ-Befürworter zugelegt haben.
Noch ausgeprägter zeigt sich diese Entwicklung bei den parteipolitisch ungebundenen Wählern. 37% dieser Gruppe würden die Initiative annehmen, wenn sie Mitte November hätten abstimmen können, 48% würden sie ablehnen. Mitte Oktober wollten noch 52 der parteipolitisch Ungebundenen die Initiative ablehnen.
Ein – im Vergleich mit andern Abstimmungen - ungewöhnlich hoher Prozentsatz dieser Gruppe will am 29. November abstimmen. Auffällig ist auch, dass vor allem in den unteren Bildungsschichten ein "erheblicher Meinungswandel" stattgefunden hat. Lauf der Umfrage ist bei dieser Bevölkerungsgruppe die Zustimmung zur Minarett-Initiative von 21% auf 53% angestiegen, während sich die Tendenz zu einem Nein von 46% auf 37% verringert hat.
Anti-Minarett-Kampagne wirkt stärker
Währendem in den grossen Agglomerationen die Nein-Tendenz klar sei und der Ja- und Nein-Anteil auf dem Land stabil sei, habe sich der Ja-Anteil in den mittleren Städten und Agglomerationen verstärkt, so Longchamp. Mit andern Worten: Die Kampagne der Initiative-Befürworter wirkt stärker als jene der Gegner. "Die Initiativ-Gegner haben die Vehemenz der Kampagne der Befürworter unterschätzt", sagt Longchamp: "Den Befürwortern ist es gelungen, eine Integrationsdebatte auszulösen."
Die Nein-Seite sei hingegen mit ihren Argumenten in der breiten Öffentlichkeit "praktisch nicht präsent". Gefährdung der Religionsfreiheit und Menschenrechte seien offenbar relativ abstrakte Argumente, welche die "Realität der Menschen nicht genau treffen".
Dass man Moscheen zulassen, Minarette jedoch verbieten und damit den Machtanspruch des Islams unterbinden solle, findet laut der Umfrage nicht nur bei der Mehrheit der rechtskonservativen, sondern auch bei Minderheiten der parteipolitisch ungebundenen und freisinnigen Wähler Zustimmung.
Kriegsmaterial-Verbot: Nein zeichnet sich ab
"Die Ablehnung der Kriegsmaterialverbots-Initiative ist wahrscheinlich. Argumentativ überwiegt das Gewicht der Nein-Botschaften", folgert das gfs.bern aufgrund der Umfrage, Demnach hätten Mitte November 39% für die Initiative gestimmt und 50% dagegen. Damit hat das Nein-Lager innerhalb eines Monats um 7 Prozentpunkte zugelegt. Das Ja-Lager hat 2 Prozentpunkte verloren.
Damit verlaufe der Trend genauso wie bei andern Volksinitiativen. Das heisst: Das Nein-Lager nimmt während der Kampagne zu. Longchamp begründet seine Prognose zudem damit, dass es dem Ja-Lager nicht wirklich gelungen sei, bei einer Mehrheit das Vertrauen in die geltende Praxis der Kriegsmaterialexporte zu erschüttern.
Andreas Keiser, swissinfo.ch
Labels: Nachrichten


3 Comments:
Wir stimmen darüber ab,ob wir unsere demokratischen Werte und Gesetze oder islamische Werte wollen,mit Ziel islamische Herschaft.Siehe Eurabia die geplante islamisierung der Schweiz.(Internet) Zitat daraus:mit euren demokratischen Gesetze werdn wir euch überwältigenmit euren religiösen Gesetze werden wir euch beherrschen.Imam von Izmir Die islamisierung Europas ist in vollem Gang! dazu gibts 3.Stufen.Siehe 3 Phasen des Djihad (Interent) Worte eines ehemaligen Muslims:Wenn der Islam in der Schweiz mehr Raum bekommt,wird dies verheerende Folgen haben.Darum Ja zur Minarettinitiative.
Die Wahrheit ist: Ich weiß nicht was ich sagen soll. Ist das Arrgument über den architekturellen Aspekt des Aufbaus des Minaretts!??, da ich sehe, dass es so viele dominante Architikturelle Präsenzen der Kirchen gibt, aber die Schweizer Gesellschaft gleichzeitig davon nicht geprägt ist.
Und wie ist es möglich, dass die Zugabe des Minaretts dies tun wird? Die moschee ist schon da .. und der Unterricht braucht kein Minarett, um die Menschen erreichen zu können.
Es gibt einen großen Unterschied zwischen der muslimischen Welt und der arabischen Welt. Der Unterschied ist so groß, dass wir nicht vergleichen dürfen.
Was man im SF1 über die Araber, Humus, Falafel, Bauchtanz .. etc hört hat mehr mit dem nahen Osten zu tun als der Islamischen Welt.
Zum Beispiel, wie kann man die Muslime in Indien und die in Arabien vergleichen? Pakistan ist ähnlich wie Indien aber nicht wie Beirut. Die Golf-staaten sind noch was ganz andres.
Jetzt, warum wollen diese Leute einen Islamischen Staat in Europa gründen?? Haben die Araber (ausser Saudi Arabien) einen Islamischen Staat?? Haben die Muslime solchen staat in Ihren Heimatländern?
sicher nicht (ausser dem Iran :-) )!
Die ägyptischen Strände sin voll von Europäischen Touristen ... gleichzeitig haben die Ägypter (zum beispiel) und viele arabische Völker die Nase voll von ihren nicht demokratischen Regierungen und Systemen.
Die meisten Araber ärgern sich wegen der Europäischen Aussenpolitik und darum äussern viele Leute diese Wut unzensiert wenn Sie die Möglichkeit haben.
Ich denke, ihr Schweizer habt Recht über die Kulturelle Erscheinung eures Landes entscheiden zu können und als Muslim mag ich die Schweiz so wie sie ist und schätze die Sammlung ihrer Werte. Ihr musst aber offen sein, die Anderen/ Das Andere akzeptieren zu lernen.
Danke für den Kommentar
schadiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii
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