Wednesday, February 24, 2010

"Griechen empören sich über Deutsche"

Politiker in Athen haben Deutschland in scharfer Form aufgefordert, sich mit Kritik an der griechischen Finanzkrise zurückzuhalten. Deutschland habe während der Besetzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg "das griechische Gold weggenommen, das bei der Zentralbank lag", sagte Vizepremier Theodoros Pangalos der BBC. Nun solle es "wenigstens dankbar sein".

Oppositionspolitiker forderten die Regierung auf, von Berlin Reparationen zu verlangen. Auslöser der antideutschen Äußerungen sind als beleidigend empfundene deutsche Medienberichte über die Finanzkrise.

Parlamentssprecher Filippos Petsalnikos hat für Donnerstag den deutschen Botschafter Wolfgang Schultheiß zu sich gebeten, um gegen Artikel der Magazine Focus und Stern zu protestieren.

"Geschmacklos"

"Die Wut ist groß", sagte Schultheiß. "Eine Welle der Empörung schlägt über uns herein. Meiner Meinung nach berechtigt." Schultheiß nannte das Titelbild des Magazins Focus, das im Zentrum der Proteste steht, "geschmacklos".

Der Titel zeigt die Venus von Milo mit obszöner Geste unter der Überschrift "Betrüger in der Euro-Familie". Der begleitende Artikel bescheinigte Griechenland "2000 Jahre Verfall". Zeitungen wie Eleftheros Typos reagierten mit Hakenkreuz-Fotomontagen vor dem Brandenburger Tor.

Manolis Glezos, eine Symbolfigur des Widerstands gegen die Besatzung, warf den Deutschen Geschichtsvergessenheit vor. Der Bürgermeister von Athen, Nikitas Kaklamatis, sagte: "Ihr schuldet uns 70 Milliarden Euro für die Ruinen, die ihr uns hinterlassen habt." Kolumnisten erinnern daran, wie Berlin Athen gedrängt habe, deutsche Rüstungsgüter zu kaufen und sich dadurch weiter zu verschulden

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Monday, January 4, 2010

»Ein Unding, daß geschwiegen wird«

Gespräch mit einer Teilnehmerin und einem Teilnehmer am internationalen Gaza-Freiheitsmarsch

Stefan Ziefle (36) ist Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Frieden und Inter nationalismus bei der Partei Die Linke. Sandra S. (30) ist seit einigen Jahren in der Palästinaarbeit aktiv und war schon mehrmals in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten

Warum nehmen Sie am Gaza-Freiheitsmarsch teil?

Stefan Ziefle: Ich will mir selber ein Bild von der Situation dort machen. Ich habe Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens studiert und viele Jahre Palästinasolidaritätsarbeit gemacht, war aber noch nicht dort. Natürlich ist der Marsch auch eine politische Aktion, um darauf hinzuweisen, daß die Blockade gegen den Gazastreifen seit über drei Jahren wirksam ist. weiter
Interview: Karin Leukefeld

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Monday, December 21, 2009

Magische Töne einer Walliser Orgel

Die älteste noch spielbare Orgel der Welt steht in der Domkirche von Valère. Das einzigartige Instrument wurde um 1430 gebaut und ist seit 40 Jahren der Mittelpunkt des Festivals für gotische Musik in der Kantonshauptstadt Sitten.

Ein Klang hallt durch das Hauptschiff der ehrwürdigen Kirche.
Der Besucher bleibt gebannt stehen und schaut dann zum Gewölbe hinauf, um schliesslich erstaunt den Ursprung der magischen Töne zu entdecken.
Nicht jeden Tag hat man das Privileg, ein Konzert mit einem Instrument zu hören, das mehr als 550 Jahre alt ist. In der Domburg von Valère ist dies noch möglich; dort steht die älteste noch spielbare Orgel der Welt.
Nachdem der Chronist eine enge und steile Treppe hinaufgeklettert ist, entdeckt er die Orgel. Sie hat wenig mit ihren kolossalen Verwandten in modernen Kirchen gemeinsam.
Weder gibt es mehrere Tastaturen, noch zahlreiche Pedale und Knöpfe. Mit ihrem einfachen und kleinen Manual erinnert sie eher an ein Spielzeugklavier.
Auch in anderen europäischen Ländern, so zum Beispiel in Spanien, gibt es noch Orgeln aus dem 15. Jahrhundert. Doch ihre Mechanik wurde unbrauchbar und musste durch eine moderne ersetzt werden.

Ein verliebter Organist
Edmond Voeffray, der Organist des Doms von Sitten, erzählt swissinfo.ch mit der Leidenschaft eines Verliebten von "seiner" Orgel: "Die Orgel von Valère ist einzigartig, weil ihre wichtigsten Teile und ihre Mechanik tatsächlich aus dem Mittelalter stammen. Sie hat noch mehrere ganz erhaltene originale Röhren – und das allein ist einzigartig in der Welt."
Voeffray, in Lausanne und Genf ausgebildet, fährt weiter mit der Geschichte des Instruments, das er offensichtlich liebt: "Um 1700 wurde die Orgel adaptiert, um auf ihr auch Barockmusik spielen zu können. Deshalb kann man nicht behaupten, dass sie noch gleich tönt wie zu Beginn. Aber wir können uns ziemlich gut vorstellen, wie mittelalterliche Musik geklungen hat, und allein dies ist ausserordentlich."
Man kann sich kaum vorstellen, dass diese Röhren und Tasten fast 600 Jahre Geschichte erlebt haben.

Ein Privatkonzert
Das Gespräch findet statt im Beisein von Patrick Elsig vom Walliser Museum für Geschichte und von Marie-France Hendrikx, zuständig für Public Relations der Domburg. Sie ermöglichten swissinfo.ch nicht nur, exklusive Aufnahmen der Orgel zu machen, sondern sogar einem Privatkonzert zuzuhören.

Edmond Voeffray liess die ganze Geschichte der Orgel Revue passieren. Es war eine wahre musikalische Reise vom Mittelalter bis fast in unsere Gegenwart.
Den Zuhörer erwartet eine Überraschung: Entgegen der Erwartung kann gotische Musik sehr fröhlich sein und erinnert ein wenig an Volkstänze.
Voeffray beginnt mit der Interpretation von "Musica para Organum Antiquum" aus dem Robertsbridge Codex, der zwischen 1330 und 1448 zusammengestellt wurde. Dieser Codex befindet sich im Britischen Museum und enthält laut Voeffray wahrscheinlich die ältesten Partituren für Orgel.
" Bis zur industriellen Revolution war die Orgel die komplizierteste Maschine, die der Mensch erfunden hatte. "
Edmond Voeffray, Organist

Mehr Überraschungen
Anschliessend spielt der Organist spanische Barockmusik und beendigt sein Konzert mit schottischen Tänzen aus dem 19. Jahrhundert. Trotz seines kleinen Manuals bereitet das historische Instrument dem Zuhörer eine Überraschung nach der anderen.
Doch wie weiss man, dass das Instrument um 1430 erbaut wurde? "Wegen der Wandmalereien in der Kirche", erläutert Historiker Elsig. "Wir wissen, dass diese 1435 in Auftrag gegeben wurden. Derselbe Künstler hat auch die Orgel verziert. Das ist gut dokumentiert und deshalb konnten wir auch das Baujahr der Orgel bestimmen. Der schiffförmige Resonanzkörper wurde 1630 hinzugefügt."
Elsig betont, dass eine Orgel zu jener Zeit ein fast unvorstellbarer Luxus war. Die Orgel soll dank Guillaume de Rarogne, der später Bischof von Sitten wurde, nach Valère gebracht worden sein.
"Die finanzielle Investition für ein solches Instrument war beträchtlich", fügt Voeffray hinzu, "denn wir dürfen nicht vergessen, dass bis zur industriellen Revolution die Orgel die komplizierteste Maschine war, die der Mensch erfunden hatte".

Ein Musikinstrument von 250 v. Chr.
Doch wann und wie wurde die Orgel erfunden? Der Organist in Valère erzählt, dass die ersten Informationen aus dem Jahre 250 v. Chr. stammen: "Sie berichten von einem Instrument, das ein Ingenieur aus dem ägyptischen Alexandrien namens Ktesibios erfunden hat. Wahrscheinlich gibt es noch ältere Verwandte, da es auf Amphoren Darstellungen mit ähnlichen Instrumenten gibt. Eines, 'Hydraules' genannt, wird in einem tausendjährigen Text von Vitrubius beschrieben."
Dieses Instrument verband mehrere Oboen mit einer Tastatur, die mittels eines komplizierten hydraulischen Systems funktionierte. Eine moderne Nachbildung dieser "Hydraules" ist im Orgelmuseum von Roche zu besichtigen. Laut Chronisten der Antike war es unmöglich, die "Hydraules" zu beschreiben. Man musste sie selbst sehen und hören.
Seit den Restaurationsarbeiten im Jahre 1954 entzückt die Orgel von Valère die Zuhörer jedes Jahr dank des Festivals für antike Orgel. Es wurde erstmals 1969 organisiert.
Seither kommen jedes Jahr die besten Organisten der ganzen Welt nach Sitten. Die in Valère aufgenommenen Tonträger werden von Kennern und Liebhabern antiker Musik sehr geschätzt.

Rodrigo Carrizo Couto, Sion, swissinfo.ch
(Übertragen aus dem Spanischen: Regula Ochsenbein)

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Saturday, December 12, 2009

Ketchup: Blut-Ersatz

Vor hundert Jahren begann der Siegeszug des Ketchups. Wie es eine dickflüssige Tomatensauce schaffte, sich unentbehrlich zu machen.

Als im Jahr 2004 die amerikanischen Demokraten John Kerry zu ihrem Präsidentschaftskandidaten erkoren, hatten die Republikaner ein Problem: Kerry war mit der Heinz-Erbin Teresa Heinz Kerry verheiratet. Die Republikaner mussten befürchten, mit jedem Kauf einer Flasche Heinz-Ketchup den demokratischen Wahlkampf zu unterstützen. Also wurde das W-Ketchup lanciert – W ist das Mittelinitial des amerikanischen Präsidenten George W. Bush. «Du bist kein Helfer der Demokraten, warum sollte es dein Ketchup sein?» lautete der Slogan.

Ketchup ist nicht nur in New York, Moskau und Kuala Lumpur beliebt, sondern auch bei politischen Gegnern, die sonst wenig gemeinsam haben.

Im weiten Horizont der Küchen dieser Welt könnte Ketchup als ein vernachlässigbares Würzmittel erscheinen. In Wirklichkeit ist die ­Ketchupindustrie gigantisch. Sie verwertet jährlich 38,5 Millionen Tonnen Tomaten und setzt eine halbe Milliarde Dollar um. In den Vereinigten Staaten kaufen die Menschen mehr als 300 Millionen Liter pro Jahr – das ist etwa 1 Liter pro Einwohner –, und rund 97 Prozent aller amerikanischen Haushalte haben immer eine Flasche davon vorrätig. Aber die Amerikaner sind keineswegs die grössten Ketchupkonsumenten der Welt. Diese Auszeichnung gebührt den Schweden, die jährlich etwa 3 Liter pro Kopf verzehren. Auf dem zweiten Platz folgen die Kanadier mit rund 2,5 Litern pro Jahr, vor den Venezolanern. Ketchup wird heutzutage in jedem Land der Welt verkauft.
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Von Andrew F. Smith - nzzfolio

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Wie die Supermärkte unsere Sinne ausnutzen

Mit angenehmen Düften verführen Läden die Menschen zum Einkaufen. Das bestätigt eine Studie der Universität St. Gallen.

Je nach Produkt und Geschäft führt der richtige Duft zu einer Absatzsteigerung von bis zu acht Prozent, wie die Universität St. Gallen am Freitag mitteilte. Kein Sinnesreiz wird im Gehirn schneller verarbeitet als Duft, da er auf das Emotionszentrum und damit auf den ältesten Teil des Gehirns einwirkt.

Gemäss Forscher erleichtert ein Duft, der möglichst einfach ist und zum Produkt passt, den Kaufentscheid. Wissenschaftler der Forschungsstelle für Customer Insight an der Universität St. Gallen (FCI-HSG) haben Wochenlang über tausend Kunden in vier Läden beobachtet.

Als Beweis, wie viel die Kunden ausgegeben hatten, wurden die Kassenzettel analysiert. Demnach führt der richtige Duft bei einem Produkt zu einer Absatzsteigerung von drei bis acht Prozent und wird sogar wichtiger als Informationen über den Preis oder die Qualität.

In einer weiteren Studienreihe mit Düften, die auf Printmedien angebracht waren, fanden die Forscher zudem heraus, dass Kunden häufiger Produkte kauften, wenn die Werbung mit dem passenden Duft versehen war. Selbst Produkte, die eigentlich nicht duften, wurden häufiger gekauft, wenn die Werbung gut roch.
(tan/ap)(tagesanzeiger)

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Thursday, December 10, 2009

"Eine schwache Gesellschaft braucht ein Feindbild"

Das Image der Schweiz als Land der Menschenrechte gerät nach der Minarett-Verbots-Initiative ins Wanken. Die Gespenster der Religionskriege zu wecken, sei unverantwortbar, sagt der Tessiner FDP-Ständerat und Europarats-Abgeordnete Dick Marty.

swissinfo.ch: Am 10. Dezember ist der Tag der Menschenrechte. Was ist Ihr persönlicher Wunsch in Sachen Menschenrechte?
Dick Marty: Dass sich die Gesellschaft im Allgemeinen etwas bewusster darüber wird, wie wichtig die Menschenrechte sind und auch darüber, dass es einen alltäglichen Kampf braucht, um diese Rechte aufrechtzuerhalten.

swissinfo.ch: Sie sind im Europarat als Hüter der Menschenrechte bekannt. Wie gehen Sie nach dem Minarett-Verbot in Strassburg vor?
D.M.: Dieses Verbot ist absolut unverständlich. Ich finde es einfach grotesk, denn nüchtern betrachtet haben wir über ein "No Problem" abgestimmt. Weder sind wir in der Schweiz überflutet mit Minaretten noch mit Minarett-Baugesuchen. Die meisten Schweizer wussten gar nicht, dass wir schon lange vier Minarette und über 200 muslimische Kultur- und Gebetsstätten haben.

Das Verbot tangiert die Religionsfreiheit und den Religionsfrieden. Unser Land hat in der Vergangenheit furchtbar gelitten durch Religionskriege. Diese Gespenster zu wecken, finde ich unverantwortlich und gefährlich. In der Krise riskiert man, alle Frustrationen hier zu kanalisieren.

Es ist nicht einfach, das Ja zum Minarett-Verbot im Ausland zu erklären. Ich versuche etwa zu zeigen, dass dabei auch die Libyen-Affäre eine grosse Rolle gespielt hat.

Und ich verspreche, dass wir alles Mögliche tun, um die Glaubwürdigkeit der Schweiz wieder herzustellen. Wir müssen wieder anders politisieren. Die Links- und Mitteparteien sollten jetzt endlich überlegen, wie man diese Emotionspolitik stoppt und wieder auf die richtigen Probleme zurückkommt.
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Swissinfo.ch

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Friday, December 4, 2009

Verteidigung der Volksrechte durch Einschränkung

Das System der direkten Demokratie wurde in der Vergangenheit hochgelobt. Die Abtstimmung über ein Minarettverbot stellt jedoch dieses Ideal in Frage.

Viele der Reaktionen, die swissinfo.ch nach der Abstimmung erhalten hat, haben auf den Aspekt hingewiesen, dass im Schweizer System die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger das Recht haben, Verfassungsänderungen mitzubestimmen.

Aber die Geschichte der direkten Demokratie hat sich langsam entwickelt und wurde ständig angepasst. Das Resultat der Abstimmung über Minarette ruft nach einer erneuten Veränderung.

Aus der Sicht vieler Juristen verletzt die Entscheidung, Minarette zu verbieten, die Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), die die Schweiz unterschrieben hat.

Initiativen werden dann für ungültig erklärt, wenn sie gegen zwingendes Völkerrecht verstossen, wie beispielsweise die Verbote von Folter, Genozid, Sklaverei.

Die Verordnungen der EMRK gelten nicht als zwingende Normen. Doch die Schweiz muss sich trotzdem daran halten.ö

Vor zwei Jahren reichte Daniel Vischer, Nationalrat der Grünen Partei und Mitglied der nationalrätlichen Kommission für Rechtsfragen, eine parlamentarische Initiative ein, die beinhaltet, Volksinitiativen für ungültig zu erklären, wenn sie fundamentale Rechte verletzen.

Vischer wollte damit verhindern, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über Verfassungsänderungen abstimmen können, die nicht umgesetzt werden können.

Sein Vorschlag ist von der Staatspolitischen Kommission des Nationalrats, dem Nationalrat und der Staatspolitischen Kommission des Ständerats behandelt. Sowohl die Staatspolitische Kommission des Nationalrats als auch der Nationalrat selbst stimmten ihm zu. Die Staatspolitische Kommission des Ständerats lehnte das Begehren ab.

Forderung sind unvereinbar
Vischer ist nicht der Einzige, der über die Normabweichung im Gesetzesbereich der Direktdemokratie besorgt ist.

"Wir müssen herausfinden, wie wir die Leute davon abhalten, Volksinitiativen einzubringen, die den international garantierten Menschenrechte zuwiderlaufen", sagt Andreas Auer, Professor für Öffentliches Recht an der Uni Zürich und Direktor des Zentrums für Demokratie in Aarau.

Dies würde die direkte Demokratie an sich in Frage stellen, betont er. "Wir verteidigen diese Art von Demokratie bis zuletzt. Und eben gerade deshalb müssen wir eingestehen, dass auch sie Grenzen hat."

Der Spezialist sagt, dass Volksinitiativen auf kantonaler Ebene seit Jahren auf ihre Übereinstimmung mit Bundesgesetzgebung und Menschenrechten überprüft werden. Dasselbe sollte auch auf Landesebene seine Gültigkeit haben.

Wie genau dieses Probleme aber anzugehen sei, müsse erst herausgearbeitet werden, und dafür brauche es Diskussionen.

Auer kann sich vorstellen, dass Bundesrat und Parlament eingebrachte Initiativ-Vorschläge zwar prüfen könnten, ohne das letzte Wort darüber zu haben, ob eine Volksabstimmung darüber möglich ist oder nicht.

"Ein Gericht muss die letzte Instanz sein, davon bin ich überzeugt. Solche Fragen können nicht von politischen Instanzen wie Regierung oder Parlament entschieden werden. Da braucht es Richter. Menschenrechtsfragen sind eine delikate Angelegenheit."

Stichwort
Volksinitiative
Kein Widerspruch, meint die Schweizerische Volkspartei
Für Ulrich Schlüer hingegen gibt es keinen Widerspruch zwischen Menschenrechten und direkter Demokratie. Der Parlamentarier der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) und Mitglied der Initiativgruppe zum Verbot von Minaretten sagt gegenüber swissinfo.ch, dass das Gegenteil stimme.

"Nicht nur Menschenrechte, sondern Recht ganz allgemein und Demokratie sind Zwillinge", sagt er. "Rechte, die aus dem direktdemokratischen Entscheidungsprozess resultieren, sind die stabilsten und am besten anerkannten."

Aus seiner Sicht wäre eine Befragung von Richtern, ob nun eine Volksinitiative legitim sei oder nicht, das Ende der direkten Demokratie.

Er beschuldigt das 'Establishment', das System ändern zu wollen weil es die Abstimmung verloren habe. "In einer Demokratie hingegen, und in einer Direkten auch, hat das Volk das Recht, anders zu entscheiden als die Regierung möchte."

Der Präsident des 'Initiativ und Referendum-Instituts Europe' (IRI), Bruno Kaufmann, sagte gegenüber swissinfo.ch, dass sich die direkte Demokratie weiterentwickelt habe. In vormodernen Zeiten hätte das Volk praktisch über Alles entscheiden können - doch die Welt habe sich seither verändert.

Im vorliegenden Fall des Minarettverbots erhebe sich die Frage, wo genau die Grenzen für eine direkte Demokratie liegen, so Kaufmann.

"Eine zeitgemässe direkte Demokratie muss die Grenzen ihrer eigenen Macht miteinbeziehen. Alle anderen Institutionen einer modernen Demokratie müssen das ebenfalls tun."

Erinnern an die Grundprinzipien
Gemäss Auer geht es im vorliegenden Fall eigentlich um eine Erinnerung an die Grundprinzipien.

"Wir setzen die Menschenrechte nicht über die direkte Demokratie", so Auer. "Jedermann weiss, dass es sie gibt. Das Stimmvolk hatte nie das Recht, die Menschenrechte zu missachten. Wir möchten nur jene, die den Minarett-Entscheid verursacht haben, daran erinnern, dass Menschenrechte nicht missachtet werden dürfen.

Im Gegensatz zu Schlüers Überzeugung, wonach das Minarettverbot die Rechte der Muslime nicht beschränkt, erwarten zahlreiche Rechtsexperten, dass am Europäischen Gerichtshof Beschwerden gegen diesen Entscheid eingereicht werden.

Auer hofft dies zu vermeiden - zumindest in Zukunft. Jegliche Abänderung des heutigen Systems müsste vom Stimmvolk abgesegnet werden. Und Auer hofft, das Stimmvolk werde sie annehmen.

Julia Slater, swissinfo.ch
(Übertragung aus dem Englischen: Eveline Kobler, Alexander Künzle)

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Wednesday, December 2, 2009

SAMI DAHER - ETHNISCH "SAUBER"

3.12.09 - 31.1.2010, Vernissage Do, 3.12.09, 19 UHR
Spezialausstellung vor, während und nach der Palästina-Tage im KULTURM (10.-12.12.09)



Zum ersten Mal bereise ich (Sami Daher) bewusst die Landschaft meiner Kindheit. Die Landschaft des Galilai. Ich suche die Spuren der 1948 ausgelöschten palästinensischen Existenz und werde fündig.

Sind die Geschichten meiner Vorfahren lauter Märchen?
Meine Führer zu den ethnisch „gesäuberten“ Dörfern sind selbst Opfer dieser ethnischen „Säuberung“. Amin Muhammd Ali, Abu Arab genannt, 75 jährig, wurde aus Saffuriah vertrieben. 5 km nördlich von Nazareth entfernt. Er ist der Gründer der Organisation der intern Vertriebenen. Wajih Sem'an ist Gründer des Vereins der aus Suhmata intern Vertriebenen. Er ist über 75 jährig und nimmer müder Aktivist der Szene der intern Vertriebenen. Jamil Elarafat ebenfalls über 75 Jahre alt, ist aus Endur vertrieben worden und gilt als Nakba-Experte. Er schrieb viele mündlich weitererzählte Geschichten der Vertreibung nieder und berichtet jede Woche im Lokalradio Aschams aus Nazareth über die ethnisch gesäuberten Dörfer Palästinas.
Meine Reise durch die Galilai, so traurig sie war, hat einiges in mir geheilt. Das Heilendste daran war die bewusste Begegnung mit der Natur und mit der Landschaft - der Landschaft meiner Seele. Die Landschaft meiner Heimat hat meine Seele genährt und geprägt. Im April 2009 begegnete ich einer üppigen und saftig grünen Landschaft. Da war keine Spur von einer Wüste zu finden. Gab es hier eine andere Landschaft vor 60 Jahren? Und wenn dies kein Märchen aus unserer Folklore war und es hier wirklich immer ein Paradies gab, verdienten wir diese Landschaft nicht, weil wir sie angeblich nicht bebauen konnten? Da wir ja "faul, dumm und rückständig" waren. Haben die "intelligenten, fleissigen Israelis" das Land begrünt? Und darum verdienen sie meine Heimat als die ihrige? Und wären wir „faul, dumm und rückständig“ gewesen, sind wir ein Dreck gewesen, den sie säubern müssten?
Wer kann mir heute versichern: was vor 61 Jahren geschah darf nie wieder geschehen?

kulturm.ch

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Sunday, November 29, 2009

Arabische Autorin bringt Fremdes näher

Am Internationalen Buch- und Literaturfestival in Basel hat die Schriftstellerin Mariam al-Saadi aus den Arabischen Emiraten ihr neues Buch vorgestellt und Einblick gegeben in eine traditionelle Gesellschaft, die sich seit dem Ölboom rasant in Richtung westliche Moderne entwickelt.

Am Bücherstand des Schweizer Lisan-Verlags entsteht ein Gedränge, als Mariam al-Saadi erscheint, in einem langen schwarzen Rock, Pullover und einem schwarzweiss gemusterten, elegant gebundenem Kopftuch, das die 35-jährige immer wieder neu richtet.

In zehn Minuten beginnt die Lesung. Bis dahin gibt es Kaffee, Mandarinen und Nüsse. Die Autorin führt Gespräche mit Interessierten, wirft aber immer wieder einen Blick auf die Uhr.

Der Verleger Hassan Hammad weist ihr einen Stuhl zu vor dem Plakat mit den Bildern und Namen der Autorinnen und Autoren aus den Emiraten, die Lisan im Verlag und in der gleichnamigen Literaturzeitschrift präsentiert.

Die Literatur aus der Golfregion ist noch jung. Erst seit dem Ölboom nimmt man sie international wahr. Die rasante technologische Entwicklung des Landes steht in krassem Gegensatz zu den Traditionen der Stammesgesellschaft und verursacht Spannungen.

Das Gefühl der Entfremdung von den eigenen Traditionen spiegelt sich in der Literatur dieser Region, auch bei Mariam al-Saadi. In ihrer Geschichte "Die Alte", die sie in Basel vorliest, werden die Spannungen zwischen den Generationen einer Familie bis zur Sprachlosigkeit deutlich.

Die Grossmutter wird zwar versorgt, wie es sich gehört, doch man nimmt ihr alles, was ihr etwas bedeutet. Als sie stirbt, wird sie "standesgemäss" begraben, und sogar der ausgewanderte Sohn kehrt heim: "Denn sonst würden die Leute darüber tratschen, warum er nicht zur Trauerfeier seiner Mutter gekommen sei."

Modern im Beruf, traditionell zu Hause
Mariam al-Saadi bekennt sich zu ihren Traditionen. Seit sie 14 ist, trägt sie das islamische Kopftuch und hat kein Problem damit. Trotz ihrer Berufstätigkeit und obwohl sie bereits 35 Jahre alt ist, lebt sie in ihrem Elternhaus, da sie noch unverheiratet ist.

"Die Grossfamilie ist die Basis unserer Gesellschaft. Selbst für einen Mann ist es schwierig, selbständig ausserhalb der Familie zu leben, für eine Frau gilt das noch viel mehr", sagt die Autorin, die ihren Lebensunterhalt als Werbetexterin bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben in Abu Dhabi verdient.

"Meine Generation lebt im Beruf ein sehr modernes Leben. Gleichzeitig müssen wir uns in der Familie den Traditionen unterordnen. Seit sich unsere Gesellschaft so schnell modernisiert, wird die Rückbesinnung auf die Tradition noch stärker, aus Angst, die eigene Identität zu verlieren", erklärt die Autorin.

Mariam al-Saadi liest zum ersten Mal vor Publikum. In den Emiraten sind Autorenlesungen nicht üblich. Zudem ist sie erst seit kurzem im Geschäft. Der Geschichtenband "Mariam und das Glück" erschien erst Anfang 2009 auf Arabisch. Jetzt ist er im Lisan-Verlag auf Deutsch erschienen.

Arabische Autoren in der Schweiz
Der seit Jahren in der Schweiz lebende, ägyptische Literaturwissenschafter Hassan Hammad hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem deutschsprachigen Publikum die arabische Literatur näher zu bringen.

Angefangen habe alles an der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2004 mit dem Schwerpunkt arabische Literatur, erzählt Hammad beim Stand seines Verlags: "Dort kam mir die Idee, meine Kenntnisse für die Publikation arabischer Literatur einzusetzen.

Als in der Schweiz lebender Araber ist es mir ein Anliegen, meine Kultur hier bekannt zu machen." Als er merkte, dass dafür nicht so leicht Leser zu finden waren, doppelte er im folgenden Jahr mit einer Literaturzeitschrift nach, selbstfinanziert, ohne Unterstützung oder Subvention.
Die vierte Ausgabe machte die in der Schweiz lebenden arabischen Autoren zum Schwerpunkt. Dies interessierte sowohl die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia wie das Migros Kulturprozent. Dank deren Beiträgen konnte der Herausgeber erstmals seine freien Mitarbeiter bezahlen.

Auch das sechste Heft fand wieder einen Sponsor. Da es die Literatur aus den Arabischen Emiraten zum Thema machte, kaufte die staatliche Kulturstiftung Abu Dhabi Culture & Heritage 300 Exemplare, was die ganze Auflage finanzierte.

Dies heisse allerdings nicht, dass die Stiftung einen Einfluss auf das Heft genommen hätte, betont der Verleger. Die Schriftsteller der Emirate geniessen allgemein grosszügige staatliche Unterstützung beim Publizieren ihrer Werke.
Mariam al-Saadi betont, dass der Staat auch Förderungsprogramme für die Ausbildung von Mädchen anbiete: "Die Regierung ist bei uns moderner als die Gesellschaft."

Susanne Schanda, Basel, swissinfo.ch

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Wednesday, November 25, 2009

Die Menschen in Gaza-Streifen

Sie fragen sich vielleicht, was ich über meinem letzten Besuch in meiner Heimatstadt Khanyounis in der belagerten Gazastreifen zu sagen habe.
Die Menschen im Gaza-Streifen sind unter einem enormen Druck. Alle Aspekts des Lebens wurden stillgelegt. Alles, was Sie können sich vorstellen, ist seit 3 Jahren von den israelischen Sieg beeinflusst.

Der Strom, das Wasser, das Essen, die Paiper für Schulhefte, die Qualität der Waren, die Sie auf dem Markt zu finden, wenn Sie sie überhaupt finden, Auto fahren, fernsehen, schlafen, zum Arzt oder Krankenhaus gehen und auch Schwanger zu werden oder vielleicht ein Kind zu dieser verrückten Welt der Ungerechtigkeit zu liefert.

Alles, was ich bereits erwähnt habe und noch viel mehr steht unter der israelischen Kontrolle. Einfach gesagt, ist das ganze Leben der Palästinenser unter der israelischen Besatzung.
Einige Menschen könnten sagen, dass Israel den Gazastreifen vor einiger Zeit verlassen hat.
Ja, das haben die israelische Bodentruppen und die wenigen Familien der Siedler gemacht aber die Besetzung ist noch nicht abgeschlossen. Wenn ein Land alles und wirklich alles im Leben des anderen Landes kontrolliert nennen wir das Besatzung. Neben all diesen Fakten, was ist mit der Tötung von unschuldigen Menschen? Ist es ok, wenn ein Land es tut?

Ich finde keine Antworten ... alle Zeichen führen dazu, dass es nur für wenige Menschen auf dieser Welt wichtig ist, was Gerechtigkeit betrefft. Gruss Shadi

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Sunday, November 22, 2009

Abstimmungen-Schweiz 2009

Abstimmungen vom 29. November 2009: Minarett-Initiative, Kriegsmaterial-Exporte und Kerosin-Steuern.

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Wednesday, November 18, 2009

Das Architekturwunder von Bern

Ein Architektur-Führer zeigt, dass die Stadt Bern weit mehr ist als Postkarten-Mittelalter und Shoppingcenter hinter restaurierten Sandstein-Fassaden. 84 Neu-und Umbauten der vergangenen 20 Jahre zeugen von einem zeitgenössischen Umgang mit Formen und Materialien.

Münster, Käfig- und Zytglogge-Turm sind Wahrzeichen und seit jeher Garant für Touristenströme. Das "Zentrum Paul Klee" von Renzo Piano und das Einkaufszentrum "Westside" von Daniel Libeskind sind ebenfalls international beachtete Ikonen zeitgenössischer Architektur.

Beide stehen am Stadtrand, das Klee-Zentrum isoliert neben der Autobahn, "Westside" ist Teil eines Entwicklungsgebietes mit Schwerpunkt Wohnen.

"Die Berner Architekturszene ist eigenständig. Sie ist pragmatischer, klassischer und verständlicher. Piano und Libeskind haben mit ihrer sehr persönlichen Sprache Ausnahmegebäude gebaut", antwortet der Berner Stadtplaner Christian Wiesmann auf die Frage nach der Signalwirkung der beiden internationalen Stars auf die lokale Szene.
mehr @ swissinfo

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Saturday, May 23, 2009

Zum ersten Mal im Heli – und schon selber fliegen

Um selber einen Helikopter zu fliegen, muss man nicht Angelina Jolie, Christina Ricci oder Prinz Harry heissen. Jeder kann mal Pilot sein. Ein Erfahrungsbericht.

Da steht er: der Robinson R22. Einer der einfachsten und kleinsten Helikopter überhaupt: Vier-Zylinder-Kolbenmotor, 160 PS, gebaut zu Schulungs- und Über­wachungszwecken. Und in der winzigen Flugkabine, die mit ihren Panoramafenstern an eine Wespe erinnert, soll es wirklich Platz für zwei haben?

«Aber natürlich. So ganz alleine lassen wir niemanden in die Luft», sagt Fluglehrer Hans-Ruedi Müller. Noch auf festem Boden erklärt er, wie die Maschine funktioniert. Dann heissts: einsteigen, anschnallen und Kopfhörer überziehen. «Startklar?», fragt Müller über das Headset und dreht den Zündschlüssel. Per Fusspedal wird der Heckrotor angesteuert, damit die Kabine beim Starten nicht mit den Rotoren oberhalb des Helikopters mitdreht. Die linke Hand kümmert sich um den Gashebel, mit dem der Heli angehoben wird, die rechte Hand lenkt. Mit einem einfachen Flugmanöver lenkt Müller den R22 weg vom Flugplatz, prescht vorwärts über die grüngelben Wiesen, hebt den Heli noch mehr an und übergibt das Steuer. Hilfe! Das ist pures Multitasking. Und dabei möchte man noch die Aussicht würdigen! Nach di versen Flugmanövern und Schwebeübungen wirds endlich etwas ruhiger, die ei­genen Bewegungen werden koordinierter. Jetzt könnte man den Flug geniessen. Doch der ist «im Flug» vorbei – leider.

20min.ch

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Poetry Slam und Mangas sind auch Literatur

Die Solothurner Literaturtage zeigen auf, dass Literatur heute mehr ist als eine jeweils eigene Welt zwischen zwei Buchdeckeln.
Wenn Kinder Kultur konsumieren, geht es oft direkt zu und sehr ehrlich. So werden sie sofort unruhig, wenn ihnen was nicht passt. Die vortragenden Dichterinnen und Dichter stehen vor der schwierigen Aufgabe, die jungen Zuhörer ruhig zu behalten und doch Emotionen zu wecken. Martin von Aesch versucht es mit einem kabarettreifen Auftritt, indem er in die Rolle der Hauptperson seines Romans schlüpft, in den 11-jährigen Detektiv und Fussballer Kuku. Plastisch führt von Aesch vor, wie Kuku denkt und fühlt. Er packt die Zuhörer mit Action, bezieht sie ein, fragt, schulmeistert – und liest nur knapp drei Minuten vor aus "Einbrecher sind schneller als Fussballer", seinem letzten Werk. Stellt sich die Frage, ob von Aesch seinem Text nicht zutraut, die heutigen jugendlichen Zuhörer zu fesseln?
Ganz anders präsentiert sich Franz Hohler. Der Kabarettist und Schriftsteller verzichtet weitgehend auf Kabarett. Er liest verschiedenste Texte, äusserst kurze aber auch relativ lange.

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Friday, May 22, 2009

Leidenschaftliches Plädoyer für eine Reform des Islam

In ihrem neuen Buch plädiert die in Bern lebende Politologin und Romanautorin Elham Manea für eine Reform des zum Herrschafts-Instrument erstarrten Islam. Sie schöpft aus ihrer jementisch-ägyptischen Herkunft und Erfahrungen in verschiedenen Welten.

"Ich will nicht mehr schweigen": Der Titel verrät, dass dies ein Bekenntnisbuch ist. Allerdings ist es ein hoch politisches. Die jemenitisch-schweizerische Politologin Elham Manea macht sich stark für einen humanistischen Islam, dessen Ziel das Wohlergehen des Menschen ist. Gemäss dieser Auffassung ist Religion wie ein Samen: "Nachdem man ihn in die Erde gepflanzt hat, sollte man ihn wässern, nähren und sorgsam pflegen, damit er wächst und zu einem blühenden Baum wird", schreibt sie. Nur wenn man den Islam als etwas Organisches betrachte, könne man den Weg für seine Reform ebnen, so die Autorin. Bereits in diesem Bild bricht sie ein Tabu des orthodoxen Islam, der den Koran als Gottes Wort und also als unantastbar versteht, wie "in Stein gemeisselt".



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Friday, May 15, 2009

"Diplomatie ist für mich ein Stück weit Kunst"

Martin Aeschbacher, der Schweizer Botschafter in Damaskus, liest arabische Literatur im Original, vernetzt Menschen aus unterschiedlichen Branchen, Ländern und Gesellschaftsschichten und wehrt sich gegen überflüssige Bürokratie.
In Damaskus bewegt sich der gebürtige Berner Martin Aeschbacher (55) wie ein Fisch im Wasser. Am Rap-Konzert von Greis, das auf Aeschbachers Initiative zurückgeht und von der Schweizer Botschaft organisiert wurde, begrüsst er das junge Publikum gut gelaunt in gewandtem Arabisch und überlässt dem Schweizer Musiker die Bühne.
Hier habe er syrischen Dialekt gesprochen, genau so wie im Radio-Interview, das er in einer Jugendsendung vor dem Konzert gegeben habe, erklärt er später im Gespräch mit swissinfo: "Normalerweise spreche ich am Radio oder bei offiziellen Anlässen Hocharabisch, aber im Umfeld eines Rapkonzertes wäre dies nicht angebracht."
Neben der in der ganzen arabischen Welt verbindlichen Hochsprache hat sich Aeschbacher im Lauf der Jahre zahlreiche Dialekte angeeignet. "Zwischen Tunesien und Irak verstehe ich die Leute grosso modo in ihrem jeweiligen Dialekt, aber in Marokko und Algerien wird es schwierig, das ist etwa wie das Wallis für die Germanisten", sagt er augenzwinkernd. Read more @ Swissinfo

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Wednesday, May 13, 2009

«Ich denk ja nicht, den erschieße ich jetzt»

Die Bundesregierung will Paintball verbieten, weil das Spiel das Töten simuliere - auf manchem Paintballfeld bangen die Betreiber jetzt um ihre wirtschaftliche Existenz. News.de hat sich bei einigen der Farbkugelschützen umgeschaut.

Ein Hup-Signal ertönt, dann bricht in dem ehemaligen Ferienlager in der Nähe vom thüringischen Gera die Hölle los. Zehn Paintballspieler schießen gleichzeitig Salven aus ihren Druckluftwaffen, bis zu 15 Schuss pro Sekunde. Je zwei Teams treten beim Spieltag der Deutschen Paintball Liga gegeneinander an und haben dabei nur ein Ziel: Einmal über das Spielfeld auf die Seite des Gegners zu sprinten und zurück, ohne dabei abgeschossen und mit einer Farbkugel markiert zu werden. Mannshohe, luftgefüllte Kunststoffhindernisse dienen als Deckung. Das Feld ist mit Kunstrasen ausgelegt und mit Netzen umzäunt. Auf dem Boden liegen, wie bei einem riesigen Murmelspiel, Unmengen verschossener, bunter Farbkugeln.
Thomas Barth ist nicht abschussgefährdet. Der 33-Jährige mit langen Haaren und Dreitagebart sitzt mit seinem Team «Excidio» aus Leipzig neben dem Feld. Er wartet darauf, dass die Spielfläche frei wird für das Training seiner Mannschaft aus der dritten Bundesliga. Die Einschätzung von Politikern, Paintball sei sittenwidrig und simuliere das Töten von Menschen, hält er für unsinnig. «Ich denke ja auf dem Spielfeld nicht, den Arsch da drüben erschieße ich jetzt», sagt er. «Es ist ein Sport, bei dem es um Taktik und Teamgeist geht.» Zu Aggressionen oder Rangelein auf dem Feld käme es so gut wie nie, und wenn doch, gäbe es drastische Strafen, wie etwa Sperren bis zum Ende der Saison. Read more @ news.de

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Tuesday, May 12, 2009

Schaafheim in Deutschland

Schaafheim ist eine Gemeinde im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen. Die Schaafheimer bezeichnen sich selbst als Scheffemer und die Gemeinde als Schoffem.

Schaafheim liegt in Südhessen, etwa 15 km westlich vom bayerischen Aschaffenburg in der historischen Region Bachgau.
Schaafheim grenzt im Norden an die Stadt Babenhausen, im Osten an die Gemeinden Großostheim (Landkreis Aschaffenburg) und Mömlingen (Landkreis Miltenberg) sowie im Süden und Westen an die Stadt Groß-Umstadt. Die Gemeinde besteht aus dem namensgebenden Schaafheim und den Ortsteilen Schlierbach, Mosbach und Radheim. Schlierbach gehört seit 1971 zu Schaafheim. 1976 wurden auch Radheim und Mosbach eingemeindet und so die Großgemeinde gegründet.
Schaafheim wurde als Schenkung an das Kloster Fulda zwischen 802 und 817 erstmals urkundlich erwähnt ("Scofheim"). Der Ortsname leitet sich von "Scop" ("Schoppen" = Schuppen im Gehölz) und "Heim" (fränkisch für Dorf) ab, hat also keinerlei Beziehung zum Begriff Schaf. Das "Schaf" im Schaafheimer Ortswappen ist ein Lamm und steht als Symbol für Johannes den Täufer. Kaiser Karl IV. verlieh Schaafheim 1368 Stadtrechte, welche später erneuert und nie genutzt wurde. Der „Wartturm“ wurde 1492 errichtet. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wurde die Kirche gebrandschatzt, das Schloss geplündert, das Rathaus zerstört und es starben viele Menschen an der Pest. 1635 gab es nur noch 17 Steuerzahler. 1976 wurde die Großgemeinde Schaafheim gegründet. Read more @ Wikipedia

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Sunday, May 10, 2009

Können Gehirnforscher unsere Gedanken lesen?

Eine leistungsstarke Abbildungs-Technologie hat zu einem besseren Verständnis geführt, wie unser Hirn funktioniert. Müssen wir nun besorgt sein, dass unsere Gedanken von Aussen kontrolliert werden?

In Genf diskutierten im Rahmen der Internationalen Woche des Gehirns (Brain Week) Neurowissenschafter über die Erschliessung der Geheimnisse in unseren Köpfen und etwaige daraus erwachsende ethische Probleme. Brain Week hat sich in den letzten 12 Jahren in Europa etabliert. In der europäischen Dana Allianz für das Gehirn (EDAB), welche die Brain Weeks jeweils koordiniert, sind über 170 Gehirnforscher aus 27 Ländern, darunter fünf Nobelpreisträger, organisiert. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit über die Gehirnforschung zu informieren. In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Neurowissenschaft spektakulär entwickelt. Sie konnte von der deutlich leistungsfähigeren und präziseren Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) profitieren, sagte Patrik Vuilleumier, Direktor des Neurowissenschaftlichen Zentrums der Genfer Universität vor 300 interessierten Zuhörern. Continue @ Swissinfo

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Sunday, April 26, 2009

Seele und Gesicht in Vincent van Goghs Landschaften


Der holländische Maler Vincent van Gogh hat den Mythos vom leidenden Künstler geprägt wie kaum ein anderer. In seinen Landschaftsbildern ist die lichte und lebensbejahende Seite dieses Meisters zu entdecken: ab 26. April im Kunstmuseum Basel.

Jedes Kind kennt Vincent van Gogh als den verrückten Maler aus dem 19. Jahrhundert, der sich ein Ohr abschnitt und wahnsinnig wurde.Wie sehr er damit einen Mythos prägte, hat kürzlich eine Ausstellung in Berlin zum Künstlermythos gezeigt."Ich kann mir nicht jeden Tag ein Ohr abschneiden, hier den van Gogh machen, den Mozart da. Ist ja sowieso schon anstrengend genug, dass man immer wieder überprüfen muss, was man eigentlich tut."So lautete der Titel der Berliner Ausstellung, nach einem Zitat des deutschen Gegenwartskünstlers Martin Kippenberger. Dass Vincent van Gogh ein schwieriges Leben hatte, ist unbestritten.

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Sunday, March 29, 2009

Ein Algorithmus gegen den Jetlag

Kommt die innere Uhr durcheinander, büsst der Körper meist mit Müdigkeit oder Schlaflosigkeit. Lichttherapien, basierend auf mathematischen Modellen aus der Regelungstechnik, könnten ein solches Ungleichgewicht schneller wieder einpendeln. Bioinformatiker entwickelten dazu die passenden Algorithmen.

Die Ferienzeit steht vor der Tür und so manchen plagt der Bammel vor dem bevorstehenden Flug. Einerseits ist da die Flugangst, andererseits der Jetlag, welcher gerade bei weiten Flugstrecken die ersten Ferientage durch Müdigkeit und Lustlosigkeit verderben kann. Millionen von Flugpassagieren leiden jährlich an einem Jetlag, weil ihr Körper Mühe hat, sich der neuen Zeitzone anzupassen. Für bestimmte Berufsgruppen, wie zum Beispiel Piloten, ist der Jetlag praktisch ein Dauerzustand. Auswirkungen sind Müdigkeit oder Schlaflosigkeit, in schlimmeren Fällen Depressionen und einige Forscher gehen sogar von einem Zusammenhang zwischen Jetlag und erhöhtem Krebsrisiko aus.

Bagheri N., Stelling J., Doyle F.J. III: Circadian Phase Resetting via Single and Multiple Control Targets. PLoS Comput Biol. 2008; 4(7): e1000104. doi:10.1371/journal.pcbi.1000104

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Wednesday, March 11, 2009

Der Blick ins Gehirn



Alumit Ishai ist Assistenzprofessorin für Kognitive Neurowissenschaften an der Universität Zürich. Die in Israel geborene Neurobiologin erforscht mit Hilfe der Funktionellen Magnetresonanz-Tomographie die neuronalen Vorgänge bei der visuellen Wahrnehmung. Bei der Verarbeitung visueller Reize zeigt sich die Fähigkeit des Gehirns, Informationen aus verschiedenen Hirnarealen in die bewusste Wahrnehmung zu integrieren. Das Ziel von Ishai ist es, die Verknüpfungen innerhalb dieser kortikalen Netzwerke besser zu verstehen. (Die Reihe "SCIENCEsuisse" ist eine nationale Serie der SRG SSR idée suisse.)
(swissinfo)

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Wenn im Berliner Theater der Muezzin ruft

Der Schweizer Theaterregisseur Stefan Kaegi arbeitet nicht mit Schauspielern und inszeniert auch kein Drama, sondern lässt Menschen auf der Bühne aus ihrem Leben erzählen. In seinem Stück "Radio Muezzin" kommen vier Gebetsrufer aus Kairo zu Wort.
Hussein Goda ist seit seiner Kindheit blind und Muezzin von Beruf. Fünfmal am Tag ruft der Familienvater sein "Allahu akbar" über die Dächer Kairos. Doch an diesem Abend sitzt der bullig wirkende Mann mit der markanten schwarzen Brille auf einem Plastikstuhl auf einer Bühne in Berlin. Hussein Goda und drei weitere Muezzine sind die Protagonisten des Theaterstücks "Radio Muezzin", das am 3. März in Berlin Premiere hatte und diesen Sommer auf verschiedenen europäischen Theaterfestivals gezeigt wird.

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Saturday, March 7, 2009

Arabische Schriftsteller Part1

Gibran Khalil Gibran - جبران خليل جبران
geboren 06.01.1883 in Bisharri (Libanon)
gestorben 10.04.1931 in New York City (USA)
1885 Emigration in die USA
1897 Rückkehr in den Libanon: Studium der Kunst, Französisch, Arabisch, Arabische Literatur
1912 endgültige Rückkehr nach Amerika nach weiterem Studium der Kunst und europäischen Literatur in Paris
Gründungspräsident der literarischen Vereinigung Arrabitah
Einige Werke
Der Prophet
Der Wanderer
Jesus Menschensohn
Der Garten des Propheten


Ghassan Kanafani - غسان كنفاني
geboren 1936 in Akka (Palästina)
gestorben 1972 in Beirut (Libanon)
Sohn eines Anwalts
1948 nach der Staatsgründung Israels - Flucht in den Libanon und dann nach Syrien
Studium in Damaskus
Sport- und Zeichenlehrer in Kuweit
Redakteur mehrerer Zeitschriften / Zeitungen
siebziger Jahre: Sprecher der “Volksfront zur Befreiung Palästinas”
Einige Werke:
Das Land der traurigen Orangen
Rückkehr nach Haifa
Männer in der Sonne
Bis wir zurückkehren

Adonis - أدونس
bürgerlicher Name: Ali Ahmad Said (علي أحمد سعيد )
geboren 1930 in Qassabin (Nordsyrien)
gilt als einer der bekanntesten und einflussreichsten arabischen Dichter der Gegenwart; Intellektueller
1955 halbjährige Haft aufgrund seiner Mitgliedschaft in der Syrischen Nationalen Sozialistischen Partei
Emigrierte in den Libanon
seit 1985 lebt er in Paris

Einige Werke:
Die Gesänge Mihâyrs des Damaszeners (Gedichte)
Ein Grab für New York (Gedichte)
Dichtung und Wüste (Essays)


Zakaria Tamer - زكريا تامر
geboren am 02.01.1931 in Damaskus (Syrien)
musste 1944 vorzeitig die Schule verlassen, um seiner Familie zu helfen
brachte sich Vieles als Autodidakt bei - konnte so seine Ausbildung in der Abendschule beenden
1957 begann er seine Schriftstellerkarriere: verarbeitet das Leben der armen soziaen Unterschichten
Arbeit als Herausgeber und Mitherausgeber von Al Mawqif al-Adabi, Al Marifah und der Kinderzeitschrift Usamah
Immigration nach England
einflussreicher Schriftsteller arabischer Kurzgeschichten, Kinderbuchautor
Einige Werke:
Der Donner
Damascus Fire
Der Igel
Spring in the Ashes

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Saturday, February 28, 2009

GESPRÄCH MIT DER PALÄSTINENSISCHEN SCHAUSPIELERIN HIAM ABBASS


Hiam Abbass ist die Hauptdarstellerin des Film LEMON TREE, der am 2. Oktober bundesweit in den deutschen Kinos startete. LEMON TREE hat den Publikumspreis des Europäischen Film beim 56. Internationalen Filmfestival in San Sebastián gewonnen.

Die israelisch-deutsch-französische Koproduktion erzählt die Geschichte der palästinensischen Witwe Salma (Hiam Abbass), die im Grenzgebiet zu Israel beherzt und eigenwillig um das Überleben ihres Zitronenhaines kämpft. Ein packendes und berührendes Drama eines Kampfes um Gerechtigkeit, das tief hineinführt in das komplexe, bedrückende, aber auch absurd-komische Chaos, das den Alltag der Menschen im Nahen Osten bestimmt.


اكدت الممثلة الفلسطينية هيام عباس على اهمية ايصال الصوت الفلسطيني عن طريق الفلم السينمائي الى المواطن الغربي ، من اجل ايصال المعاناة الفلسطينية الى العالم . وكانت الممثلة الفلسطينية هيام عباس قد اشتركت في الدور الرئيس في الفلم الاسرائيلي ( شجرة الليمون) وهو من اخراج مخرج يساري اسرائيلي ، ومثلت عباس في الدور الرئيس للفلم بدور سيدة فلسطينية ( سلمى ) . الممثلة عباس تسكن على حدود مدينة قلقيلة المحاذية للخط الاخضر وتشاء الصدف ان يسكن وزير الدفاع الاسرائيلي بجانب مزرعة سلمى مما تضطر الاجهزة الامنية الاسرائيلية الى اقتلاع اشجار الليمون التابعة لمزرعة سلمى .
وكانت الفنانة هيام عباس ابنة دير حنا قد فازت بجائزة عن دورها بالفيلم الاسرائيلي "شجرة الليمون" وذلك في حفل توزيع جوائز الاوسكار الاسرائيلي هيام لم تحضر الحفل بسبب تواجدها في فرنسا وهي تلعب في الفيلم دور أمراة فلسطينية يسكن بجوارها وزير الاركان الاسرائيلي فيقرر الجيش الاسرائيلي منعها من فتح بيارتها .
يشارك في الفيلم مكرم خوري وعلي سليمان وكانت عباس قد فازت ايضا بجائزة افضل ممثلة عن دورها في الفيلم من مهرجان اسيا السينمائي


13.10.2008
الممثلة الفلسطينية هيام عباس

Radio MultiKulti

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Wednesday, August 20, 2008

Befreiungskriege

Als Befreiungskriege oder Freiheitskriege werden alle historischen kriegerischen Ereignisse zusammengefasst, die sich 1813 bis 1815 zwischen den Truppen des napoleonischen Frankreich und deren Gegnern ereigneten. Sie sind Teil der Napoleonischen Kriege und bilden als deren sechste Koalition ihren Abschluss. In der damaligen Zeit waren beide Begriffe gebräuchlich. Der Begriff Freiheitskrieg wurde von liberalen und patriotischen Kräften unter dem Aspekt einer Vereinigung Deutschlands unter einer Verfassung benutzt. In der Restaurationsphase nach 1815 wurde durch Konservative der Begriff Befreiungskriege zur Deutung der Kriege als gegen die französische Hegemonie und Besetzung Europas gerichtete Kampagne durchgesetzt. Die Befreiungskriege wurden von Literaten und Intellektuellen (Theodor Körner, Ernst Moritz Arndt, Ludwig Jahn u.a.) publizistisch begleitet. Das populäre Bild von den Befreiungskriegen geht wesentlich auf sie zurück, wurde jedoch erst mit der Jahrhundertfeier 1913, die in die Propaganda des Ersten Weltkrieges einmündet, Allgemeingut.
Von den allgemein als Befreiungskriege bezeichneten deutschen Befreiungskriegen 1813-15 werden gelegentlich die europäischen Befreiungskriege unterschieden, welche 1808 mit dem Widerstand Spaniens begonnen hatten.

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Der Kampf zwischen Kunst und Kommerz

"Braucht Locarno mehr Glamour?" war das Hauptthema des diesjährigen Filmfestivals. Die Fronten sind verhärtet: Die Festivalleitung engagiert sich für einen hohen künstlerischen Anspruch, Filmchef Nicholas Bideau will mehr Publikums-Wirksamkeit.
Der Gewinner des diesjährigen Publikumspreises, "Son of Rambow", war wohl der einzige Beitrag, der beides - Erfolg und Anspruch - zu vereinigen vermochte. Bei der Bekanntgabe betonte Festivaldirektor Frédéric Maire, es sei nicht seine Entscheidung gewesen. Er sei indes glücklich über die Wahl, liess er später durch sein Pressebüro mitteilen.

"Son of Rambow" ist nicht nur eine Wohlfühlkomödie, sondern auch eine Satire über die Filmbranche und ein Plädoyer für den Autorenfilm. In Garth Jennings Werk drehen zwei 12-Jährige mit einfachsten Mitteln ein Remake von "Rambo - First Blood". Als ein überheblicher Mitschüler die Dreharbeiten an sich reisst und zum (kleinen) Grossprojekt aufputscht, läuft das Geschehen aus dem Ruder.

Besetzungskrimi steht bevor
Zum Problem der Unvereinbarkeit von künstlerischem Niveau und Publikums-Wirksamkeit hatte es am Dienstag eine Debatte gegeben, an der Festivalpräsident Marco Solari die Klingen kreuzte mit Nicholas Bideau, dem Filmchef des Bundesamtes für Kultur (BAK), der ein Befürworter von Glamour und Publikums-Wirksamkeit ist.

Bideau, der als Nachfolger von Maire gehandelt wird, behauptete, künstlerischer Anspruch und roter Teppich müssten sich nicht ausschliessen: "Es geht darum, Inhalt auf den roten Teppich zu bringen." Solari betonte aber am selben Anlass, ein Direktor, dem es um Glamour gehe, komme ihm nicht ins Haus.

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Tuesday, August 19, 2008

Der Ramadan

Der Ramadan (رمضان ‎ / ramaḍān /„Sommerhitze“) ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und der islamische Fastenmonat. Vormonat ist der Scha'ban, ihm folgt der Schauwal.

Das Fasten (saum, siyam / صيام , صوم ‎ / ṣaum, ṣiyām) im Fastenmonat Ramadan / رمضان ‎ / Ramaḍān ist eine der im Koran verankerten religiösen Pflichten der Muslime. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes leitet sich aus dem Verb s-w-m in der Bedeutung von „stillstehen“, „ruhen“ und in übertragenem Sinne „sich enthalten“, „fasten“ ab. In den in Mekka entstandenen Koranversen kommt der Begriff nur einmal vor; hier wird Maria durch die Offenbarung befohlen wie folgt zu sprechen:
„Ich habe dem Barmherzigen ein Fasten gelobt. Darum werde ich heute mit keinem menschlichen Wesen sprechen.“
– Koran: Sure 19, Vers 26
Entsprechend wird der Begriff saum (Fasten) von den Koranexegeten an dieser Stelle mit „Schweigen“ (samt) verbunden - als Zeichen der Enthaltsamkeit, die im islamischen Fasten in allen Bereichen des täglichen Lebens charakteristisch ist.
Somit dürfte der Begriff Mohammed schon in der mekkanischen Periode der Prophetie bekannt gewesen sein, obwohl die vorislamischen Gesellschaftsformen Arabiens das Fasten als religiöse Institution nicht gekannt haben; denn weder die Beschreibungen vorislamischer Kulte noch Inschriften und Graffiti aus dem Kulturraum, in dem der Islam entstanden ist, lassen auf arabische Ursprünge des Fastens schließen.
Die ersten, im Koran belegbaren Bestimmungen über die Art des Fastens sind in denjenigen Koranversen nachweisbar, die schon in Yathrib / Medina nach der Auswanderung Mohammeds (Hidschra) entstanden sind. Jedoch sind die Formulierungen dieser Verse neben ihrem imperativen Charakter relativ vage:
„Ihr Gläubigen! Euch ist vorgeschrieben, zu fasten… (Das Fasten ist) eine bestimmte Anzahl von Tagen (einzuhalten).“
– Koran: Sure 2, Vers 183-184

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Monday, July 21, 2008

Ist der Plastiksack am Ende?

Praktisch ist er, jedoch nicht ökologisch. Die Tage des Plastiksacks scheinen gezählt. In Europa und auch in der Schweiz nehmen die Forderungen nach einem generellen Verbot von biologisch nicht abbaubaren Verpackungen zu.

Jeden Tag werden sie zu Millionen verteilt. In Supermärkten und an Zeitungsständen, in der Stadt wie auf dem Land, in industrialisierten aber auch Drittweltländern. Sie sind praktisch, dauerhaft und günstig. Plastiksäcke sind wohl eines der beliebtesten – und sichtbarsten – Produkte der modernen Gesellschaft. Die so genannten "Shopper" weisen jedoch auch Fehler auf. Einer ist die geringe Umweltverträglichkeit. 

Nach einer durchschnittlichen Nutzung von 10 Minuten landet er meist in einem Wandschrank und früher oder später dann in einem Abfallsack. Bei ihrer Verbrennung in Kehrichtbeseitigungsanlagen werden Schadstoffe freigesetzt, die sich in der Atmosphäre ansammeln.

Der Schaden ist sogar noch grösser, wenn die Plastiksäcke in der freien Natur "entsorgt" werden. Deren langsame Zersetzung (zwischen 400 und 1000 Jahren), die Freisetzung schädlicher Stoffe im Boden, im Meer oder in Seen kommt einem Todesurteil für viele Tiere gleich, z. B. für Schildkröten. Sie verfangen sich darin oder verwechseln sie mit Nahrung.

Einige Länder und Städte ziehen nun in Erwägung, synthetische Taschen zu verbieten und umweltverträglichere Lösungen zu forcieren. Read More (swissinfo.ch)

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Saturday, July 5, 2008

Forschung als Entwicklungs-Instrument

Regierungen und internationale Organisationen wetteifern mit ihren Forderungen zur Bekämpfung der Klimaerwärmung. Die Armen haben konkretere Sorgen: den täglichen Überlebenskampf. Kann Forschungs-Zusammenarbeit Nord-Süd dabei helfen?
Diese Frage versuchte die Internationale Konferenz "Forschung für Entwicklung" an der Universität Bern zu beantworten. Das Zentrum für Entwicklung und Umwelt Nord-Süd (NCCR), einer der Schwerpunkte des Schweizerischen Nationalfonds (SNF), betreibt Entwicklungs- und Armutsforschung. Zentrales Element: Wissenschafter aus dem Süden und der Schweiz forschen gemeinsam. Das Programm wurde 2001 von der Schweizer Regierung lanciert.
Bilanz nach sieben Jahren
"Wir sind daran, eine Zwischenbilanz unserer Arbeit zu ziehen", sagt Hans Hurni, Professor für Geografie und Nachhaltigkeit an der Universität Bern und Direktor des Nationalen Forschungs-Schwerpunktes Nord-Süd. Read More (swissinfo, Reuters)

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Friday, June 27, 2008

"Der Mist aus Rio"

Nicht nur Madonna wird in diesem Jahr 50, sondern auch der Bossa Nova. Zur Feier gibt es einen Satz aufregender CD-Wiederveröffentlichungen von alten brasilianischen Meistern wie Marcos Valle.
Im Juni 1958, als die brasilianische Fußballnationalelf in Schweden zum ersten Mal Weltmeister wurde, saß ein sehr mürrischer Perfektionist namens João Gilberto in einem dunklen Studio in Rio de Janeiro, um ein Lied seiner hochbegabten Kumpane Antonio Carlos Jobim und Vinicius de Moraes einzuspielen: "Chega De Saudade", eine elegante, gitarrengezupfte Ballade, so herrlich wehmütig wie eine einsame Nacht am Strand. Der Chef der zuständigen und in São Paulo ansässigen Plattenfirma Odeon soll gekeift haben: Das ist der Mist, den sie uns immer aus Rio schicken! – nachdem er die Single das erste Mal gehört hatte. Auch wenn João Gilbertos unkonventioneller Gesang und die merkwürdig vertrackten Harmonien damals so manchen Brasilianer irritierten, wurde aus dem Lied ein gewaltiger Hit und der wohl erste ganz große Triumph eines bahnbrechenden Genres namens Bossa Nova. Dass das auch schon wieder ein halbes Jahrhundert her ist, haben nun ein paar Marketing-Strategen zum Anlass für eine Art Geburtstagsfeier genommen. Geschenkt gibt's zwar nichts, aber einen Satz sehr schöner Bossa-Nova-Tonträger zu erwerben. So wie die phantastische Drei-CD-Box "Blue Note plays Bossa Nova", in der Künstler besagter Plattenfirma wie Cannonball Adderley, Joe Henderson oder Donald Byrd brasilianische Klassiker wie "The Girl From Ipanema", "One Note Samba" oder "Waters of March" zum besten geben. Dazu kommen feine neue Bossa-Nova-Werke wie Celso Fonsecas exzellentes "Feriado" oder Milton Nascimentos mit den Jobim-Söhnen Daniel und Paulo gelungen eingespieltes "Nova Bossas". Der Hit sind aber zwölf entstaubte Bossa-Nova-Klassiker aus den Archiven des damals enorm wichtigen Odeon-Labels. Darunter sind frühe Platten von Meistern wie Luiz Bonfa, Walter Wanderley oder Eumir Deodato, die als Originale so schwer aufzutreiben sind wie das Bernsteinzimmer – und fast so wertvoll sind. Heraus ragt dabei Marcos Valles 1963 erschienenes Debütalbum "Samba Demais". Der am Strand von Rio aufgewachsene Arztsohn galt damals als Wunderkind der Bossa-Szene, schrieb später Welthits wie "So Nice (Summer Samba)", "Batucada" oder "Crickets Sing For Anamaria" und glänzte bereits mit den zwölf Liedern seines Erstlings. Im September wird der immer noch emsige Valle übrigens 65, was ein schöner Anlass für die Wiederveröffentlichung seiner anderen Meisterwerke sein sollte. (spiegel.de)

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Nordpol könnte im Sommer erstmals eisfrei sein

Große Schmelze in der Arktis: Forscher machen dramatische Vorhersagen für das Eis am Nordpol. Es taut in einem brutalen Tempo ab, viel schneller als vom Weltklimarat vorhergesagt. Dieser Sommer dürfte besonders warm werden - und laut Experten sogar Segeltörns möglich machen.
Berlin - Es ist eine Katastrophe mit Vorankündigung. Das Eis der Arktis dürfte in diesem Sommer weiter schrumpfen - ein Nordpol ganz ohne Eis gilt unter Experten als durchaus wahrscheinlich. Mark Serreze vom Nationalen Zentrum für Schnee- und Eis im US-Bundesstaat Colorado ist pessimistisch, was das Schicksal der weißen Pracht am Pol angeht. "Es ist das erste Mal, dass der Nordpol mit einjährigem Eis bedeckt ist", sagte er der britischen Zeitung "Independent". Damit stünden die Chancen 50 zu 50, dass die Gegend ihre frostige Kappe zeitweise verliere. Auch Olav Orheim vom Norwegischen Forschungsrat sieht das so: "Ich habe schon im vergangenen Oktober vorausgesagt, dass der Pol in diesem Sommer eisfrei sein könnte", sagt er im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. "Im August oder September werden wir Leute sehen, die mit dem Segelboot dorthin fahren." Entscheidend werden die Wetterverhältnisse sein. Im vergangenen Jahr hatten permanente Winde besonders viel Eis in die zentrale Arktis gebracht, wo es dann von der Sonne des Polartages aufgezehrt wurde. Einjähriges Eis ist dünn und schmilzt damit besonders leicht. Nach dem vergangenen Sommer, der mit historisch geringen Eismengen in die Geschichtsbücher einging (mehr...), waren 90 Prozent des einjährigen Eises wieder geschmolzen. Binnen weniger Wochen verschwand eine Eisfläche von einer Million Quadratkilometern einfach - in den vergangenen zehn Sommern zuvor waren es statistisch gesehen nur 100.000 Quadratkilometer pro Jahr gewesen. 
Read More (Von Christoph Seidler, Spiegel.de)

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Friday, June 13, 2008

Wenn die Deutschen verlieren, jubeln die Schweizer

Immer mehr Deutsche leben in der Schweiz. Auch wenn die Einwanderer aus dem Norden nicht sehr beliebt sind, werden sie doch toleriert. Nicht so, wenn es um Fussball geht: Da lassen die sonst zurückhaltenden Schweizer ihren negativen Emotionen freien Lauf.
"Wir waren schockiert über die heftigen Ressentiments während der Fussball-WM vor zwei Jahren", sagt der Norddeutsche IT-Consultant Jens-Rainer Wiese, der seit sieben Jahren in der Nähe von Zürich lebt. "Wir hatten unser Auto mit deutschen Flaggen geschmückt. Einmal wurde meine Frau auf der Autobahn abgedrängt, und mir hat ein Polizist die Flagge aus der Hand gerissen. Es sei zu gefährlich, diese aus dem Fenster zu halten, meinte er", erzählt Wiese.
"Ein Freund von mir hat sich in einer Kneipe ein Fussballspiel angesehen. Als Deutschland das erste Tor schoss, brüllte er – er war der Einzige. Niemand hier ist je für die deutsche Fussballmannschaft." Read More (swissinfo)

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Tuesday, June 3, 2008

Genf, die weite Welt in einer Stadt

"Die Stadt am Ende des Sees", "die Calvinstadt": Genf, dieses Schweizer Anhängsel auf französischem Gebiet, ist voller Kontraste und unbestreitbar die internationalste Stadt des Landes.
"Ich musste einen Teil meiner Rekrutenschule da absolvieren. Und meine Eltern hatten Angst, dass ich in dieses Sündenbabel Genf gehen würde", erinnert sich der Kabarettist Emil Steinberger. "Genf hatte ein Nachtleben, das machte Angst, die Stadt hatte in der Deutschschweiz in den 1950er- und 60er-Jahren einen schlechten Ruf. Aber es ist dann nichts Schlimmes passiert!"
Genf, nach der sehr strengen Zeit Calvins, eine Stadt des Teufels? Natürlich ist diese Anekdote schon etwas älter. Doch wie auch immer, für die Schweiz ist Genf "anders".
Multiethnische Stadt
"Genf ist, noch mehr als Zürich, eine multiethnische Stadt. Auch eine politisch engagierte Stadt, denken wir nur an die Genfer Konventionen", stellt der Sänger der Tessiner Rockband Gotthard, Steve Lee, fest. Read More
(swissinfo.ch)

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Monday, June 2, 2008

WM 1954 in der Schweiz: Rekorde und Neuerungen

Die Weltmeisterschaft von 1954 in der Schweiz wird in den Annalen der Fussballgeschichte ihren festen Platz haben, namentlich wegen einer Zahl: 140 Tore in 26 Spielen! Das ergibt einen Durchschnitt von 5,38 Toren pro Spiel - eine Zahl, die seither nie mehr erreicht wurde und wahrscheinlich auch nie wieder erreicht wird. Zu diesem Rekord beigetragen hatte vor allem die Mannschaft aus Ungarn, die 27 Tore in fünf Spielen schoss - darunter ein sagenhaftes 9-0 gegen Südkorea, bevor sie dann in Bern von der Bundesrepublik Deutschland (BRD) mit 3-2 geschlagen wurde. Bemerkenswert an dieser Weltmeisterschaft sind der erstmalige Einsatz von Trikots mit Rückennummern und die Fernsehübertragungen. Acht Begegnungen flimmerten über den Bildschirm. (swissinfo.ch)

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Kein Lebensbereich ohne Informatik

Spitzen- und Breitensportler, IT-Verantwortliche, Computerfreaks und -banausen: Sie alle werden an der Orbit-iEX, der grössten Schweizer Informationstechnologie-Messe, mit Neuheiten bedient.
Dass Schweizer Firmen innovativ sein und Marktnischen besetzen können, zeigt die Firma Athlosoft. Sie präsentiert Sensoren, Software und ein Webportal für Hobby- und Profiathleten. Damit lassen sich die Leistungsdaten der Sportler via Mobiltelefon und Sensoren erfassen, anzeigen und auch auswerten. Athlosoft-Chef Thomas Glättli gegenüber swissinfo: "Heute hat eine zunehmende Anzahl von Mobiltelefonen bereits eine GPS-Funktion. Diese nützen wir für unsere Datenerfassung. Unsere auf den Smartphones installierte Software sammelt die Daten der Sensoren (Pulsgurte, EKG- oder bei Radfahrern Trittfrequenz-Sensoren) und macht sie via Webserver im Internet einseh- und auswertbar. Read More (swissinfo.ch)

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